Neuigkeiten aus dem Verlag Jörg Mitzkat

Annette von Droste-Hülshoffs Naturbeobachtungen bei ihren Reisen durch Westfalen

Die am 10. Januar 1797 auf Burg Hülshoff bei Münster geborene Schriftstellerin und Autorin Annette von Droste-Hülshoff unternahm oft mit der Kutsche Reisen durch Westfalen, um die Verwandtschaft ihrer Mutter im Haus „Bökerhof“ in Bökendorf bei Brakel im Paderborner Land im östlichen Westfalen zu besuchen. Ihre Eindrücke von diesen Reisen schrieb die Dichterin in den „Westphälische[n] Schilderungen aus einer westphälischen Feder“ in den Jahren 1841/42 in Meersburg am Bodensee nieder. 

Für dieses Bilderbuch hat der Literaturwissenschaftler Uwe Jahnke Auszüge der Westfälischen Schilderungen zusammengestellt und erläutert – poetische Naturbeschreibungen, die von der Grafikerin Angelika Reuter liebevoll illustriert wurden. Annette von Droste-Hülshoff erweist sich dabei nicht nur als genaue Beobachterin der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, sie blickt auch kritisch auf die schon damals einschneidenden Veränderungen der Landschaft durch den Menschen.

Ein Bilderbuch, das zum genauen Betrachten einlädt und zum Bewahren der mannigfaltigen Schöpfung aufruft.

Obwohl die schriftstellerische Begabung der jungen Annette von Droste-Hülshoff von der ostwestfälischen Verwandtschaft in Bökendorf und Wehrden nicht erkannt, ja sogar verleugnet wurde, sodass sich Annette nach einer Liebesintrige ganz aus Ostwestfalen zurückzog, hatten ihre Reisen nach Bökendorf und Wehrden nachhaltigen Einfluss auf ihre schriftstellerische Karriere. So spielt ihre berühmte Novelle „Die Judenbuche“ in der Nähe von Bökendorf. Und die „Westphälische[n] Schilderungen“, aus denen die Textauszüge dieses Bilderbuches stammen, veröffentlichte die Dichterin 1845 drei Jahre vor ihrem frühen Tod 1848 in Meersburg am Bodensee.

2023 von Jörg Mitzkat (Kommentare: 0)

Jahrbuch 2023 für den Kreis Höxter

Rechtzeitig vor Weihnachten konnten Landrat Michael Stickeln (r.), Kreisdirektor Klaus Schumacher (v.l., Vorsitzender der Jahrbuch-Redaktion), Jennifer Diekmann (Projektverantwortliche beim Kreis Höxter) und Verleger Jörg Mitzkat das neue Jahrbuch 2023 präsentieren. Es ist ab sofort in den Buchhandlungen erhältlich. (Foto: Kreis Höxter)

In der Pressemitteilung des Kreises Höxter heißt es dazu: "Es ist ein klares Zeichen für Frieden und Solidarität: Auf dem Titelbild der diesjährigen Ausgabe des Kreisjahrbuches des Kreises Höxter zeigt die junge Schülerin Selin Aslan vom Berufskolleg Kreis Höxter ihr Kunstwerk, das im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus entstanden ist. In dem dazugehörigen Beitrag werden die vielfältigen Aktionen vorgestellt.

Insgesamt 35 Beiträge aus den Bereichen Zeitgeschehen, Geschichte, Wirtschaft, Bildung und Kultur sowie Natur und Landschaft machen aus dem Werk einmal mehr eine spannende Lektüre.

2022 von Jörg Mitzkat (Kommentare: 0)

Die Reise der Bilder

Die Reise der Bilder im Doppelpack

Wolfgang Bellmers neunter Roman erscheint zusammen mit einem opulenten Bildband

Wolfgang Bellmer vereint seine beiden Leidenschaften – die Malerei und die Schriftstellerei – zu einem bemerkenswerten Doppel-Werk: Den 350-Seiten-Roman „Die Reise der Bilder“ und an seiner Seite ein opulenter Bildband mit dem gleichen Titel. Es ist ein großer Doppelschlag. Jedes Buch steht für sich allein, und doch sind sie durch die Geschichte des Romans verbunden.

Der Roman beginnt 1983 und spielt wieder in Holzminden, zumindest im ersten Teil. Es ist Bellmers fünfter Roman, in dem er seine Heimatstadt portraitiert. Die Bahnhofstraße, die „Bauschule“, der Haarmanplatz, die Tankstelle an der Sollingstraße und ihr gegenüber die ehemalige Timmermannsche Villa, die im Roman das „Henkerhaus“ der Nazis geworden ist. 

„Die Geschichte ist spannend, aber kein Krimi“, sagt Bellmer, „es ist mehr. Wenn ich jetzt sage, dass sie gleichzeitig moralische Fragen, ja philosophische Fragen, aufwirft, wird es den Verkaufszahlen vermutlich schaden, aber das Leben ist nun mal so, spannend, liebevoll und doch voller Gefahren und manchmal eben auch voller Fragen, die nur das Gewissen entscheiden kann.“ 

Der fast doppelt so große Bildband bezieht sich auf den Roman und steht doch für sich. In seinem ersten Teil zeigt er die Bilderwelt des Romans. Eindrucksvolle, auch faszinierend witzige Axel-Triestram-Fotos über die Suche nach den riesigen verschollenen Bildern, ihrer zum Teil phantastischen Reisen nach Bad Doberan, wo sie sich schließlich im alten gotischen Kornhaus des Münsters wiederfinden. 

Die Fotos des Bildbandes schildern die Entstehung dieser roten Linie auf dem Hof der Kulturwerkstatt-Bellmer in Eschershausen. Und sie schildern das Innenleben der Kulturwerkstatt selbst. Hier geht es darum, seelisch bedrängte Kinder durch Kreativität zu neuen Selbstwertgefühlen zu führen. 

Im Keller lagern 1500 Leinwände aus 60 Jahren malerischem Schaffens von Wolfgang Bellmer. „Macht mehr als zwei Kilometer, wenn man sie nebeneinander  stellen würde“, sagt Bellmer und lächelt wieder, „weiß der Himmel, wie ich die alle gemalt habe.“

Teil zwei des Bildbandes zeigt auf 150 Seiten ausgewählte Arbeiten Bellmers, großformatig, großartig von Axel Triestram in Szene gesetzt, von Kunsthistorikern kommentiert. Alle Texte sind auch in Englisch. Für die internationalen Freunde von Bellmers Bildern.

Ein Roman und ein opulenter Bildband, jeder für sich und doch zusammen. „Und ganz verschiedene Formate“, sagt Bellmer, „so etwas gab es wohl noch nie.“ 

2022 von Jörg Mitzkat (Kommentare: 0)

Unglaubliches aus dem Weserbergland

Aus dem Märchen- und Sagenschatz der Region

Neu: Unglaubliches aus dem Weserbergland

Sagen und Märchen prägen das regionale Selbstverständnis. Im Weserbergland ranken sich mythische Erzählungen um historische Gebäude oder halbverfallene Burgen, und auch die ausgedehnten Waldgebiete von Solling und Vogler stecken voller sagenhafter Geschichten. Das neue Buch „Unglaubliches aus dem Weserbergland“ von Florian Körber lässt die alten Stoffe in neuem Gewand erscheinen.

 

Ursprünglich wurden Sagen und Märchen von Generation zu Generation mündlich weitergegeben und weitergesponnen. Nachdem die Brüder Grimm und andere Schriftsteller diese Geschichten aufgeschrieben hatten, bekamen sie eine feste Form, die – und das wird heute immer stärker spürbar – in ihrer Entstehungszeit verwurzelt ist. Viele Texte sind heute kaum mehr lesbar oder wirken arg verstaubt. 

Florian Körber hat die überlieferten Stoffe aufgegriffen und neu erzählt, dabei hat er – ganz wie die Erzähler der alten Zeit – manch einen Stoff auch weiter gesponnen. Herausgekommen ist dabei eine Märchensammlung für die heutige Zeit mit vielen regionalen Bezügen, denn nichts regt die Fantasie von Kindern und Erwachsenen mehr an, als sich diese fantastischen Geschichten an einem realen Ort in der eigenen Umgebung vorstellen zu können.

Schülerinnen und Schüler des Campe-Gymnasiums Holzminden haben die neuen alten Märchen mit viel Fantasie künstlerisch illustriert. Die Publikation wurde von der Braunschweigischen Landessparkasse unterstützt. 

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Verdienstkreuz Erster Klasse für Bernhard Gelderblom

Hohe Auszeichnung für unseren Autor: Oberbürgermeister Claudio Griese überreichte Bernhard Gelderblom am vergangenen Montag in der Sumpfblume Hameln das Verdienstkreuz Erster Klasse. Diese vom Bundespräsidenten unterschriebene und formal vom niedersächsischen Ministerpräsidenten verantwortete Auszeichnung erhielt der Hamelner Historikerfür sein außergewöhnliches Engagement hinsichtlich der Aufarbeitung der regionalen Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus. Das Bundesverdienstkreuz hatte Gelderblom schon 2008 erhalten. Diese zweite Auszeichnung konnte verliehen werden, weil der Historiker in den vergangenen 14 Jahren seine ehrenamtliche Arbeit noch intensiviert hat. Sichtbarer Ausdruck dieses Engagements sind vor allem die Buchveröffentlichungen Gelderbloms, mit denen er seine Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Im Verlag Jörg Mitzkat wurde ein Großteil dieser Bücher veröffentlicht. Das Spektrum der Publikationen reicht von "Die Juden von Hameln" über "Ausländische Zwangsarbeit in Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont" bis zu dem Buch "Die ,Reichserntedankfeste' auf dem Bückeberg 1933-1937".  Sein Einsatz auch für die Aufarbeitung der Tätergeschichte führte, vielen Widerständen zum Trotz, zur Installation des Dokumentations- und Lernorts Bückeberg im vergangenen Jahr. Herauszuheben ist aber auch, dass Bernhard Gelderblom nicht bloß Akten und Dokumente ausgewertet hat, sondern aktiv auf die Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft und deren Nachkommen zugegangen ist und eine Vielzahl von Kontakten geknüpft hat.

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