Neuigkeiten aus dem Verlag Jörg Mitzkat

Jetzt mehr über die Region erfahren: Machen Sie das Beste aus den Reisebeschränkungen!

Die Ungewissheit ist und bleibt das beherrschende Gefühl im Frühjahr und Frühsommer 2020. Niemand kann wirklich sagen, wie sich die Corona-Pandemie weiterentwickelt und wann wir wieder vollständig in unser „normales“ Leben zurückkehren können. 

Sicher ist, dass wir mindestens den Sommer über in unserer Reisetätigkeit stark eingeschränkt sein werden. Das ist andererseits eine gute Gelegenheit, sich mit der eigenen Region zu beschäftigen. Auch wenn Museen, Schlösser und andere Ausflugsziele noch geschlossen bleiben, gibt es in der Region des Weserberglandes mit Südniedersachsen und Ostwestfalen-Lippe viele Naturschönheiten und historische Orte, die sich zu entdecken lohnen.

Unser Verlagsprogramm umfasst nur wenige klassische Reiseführer, dafür aber eine Vielzahl von schön gestalteten und informativen Bildbänden sowie gut bebilderten Sachbüchern. Gerade das Wissen um historische oder naturräumliche Besonderheiten macht Ausflüge in die nähere Umgebung zu spannenden Unternehmungen. Lassen Sie sich durch unser vielfältiges Buchprogramm inspirieren.

Unsere Bücher erhalten Sie im regionalen Buchhandel, der ab Montag wieder öffnen darf, direkt bei uns im Verlag oder hier in unserem Webshop.

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Jetzt Bücher lesen oder verschenken!

Wir versenden direkt. Auf Wunsch verpacken wir unsere Bücher auch als Geschenk

In diesen Tagen kreist alles Tun und alles Denken um die Auswirkungen der Corona-Krise. Beständig hockt man vor den Nachrichten und wartet auf ein Ende der Ungewissheit. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden wohl noch Monate gelten.

Das macht auf Dauer nervös. Da empfiehlt es sich, Auszeiten vom andauernden Nachrichtenstrom zu nehmen. Beim Lesen von Büchern können Sie in andere Welten abtauchen. Manchmal nutzt auch der Blick in auf interessante Ereignisse in der Vergangenheit: Vorherige Generationen mussten sich zwar nicht mit dem Corona-Virus auseinandersetzen, aber der Blick in die Geschichte relativiert doch so manches, was aktuell als unaushaltbar erscheint.

Unser Buchprogramm umfasst neben Krimis und Romanen auch eine Vielzahl interessanter Sachbücher zu historischen Themen – alles mit konkretem Bezug zu der Region des Weserberglandes mit Südniedersachsen und Ostwestfalen.

Hier auf unserer Homepage informieren wir Sie über alle unsere mehr als 200 lieferbaren Bücher. Im Shop können Sie alle Bücher auf Rechnung oder mit der bequemen Zahlungsmöglichkeit via PayPal bestellen. Auf Wunsch verpacken wir die Bücher auch als Geschenk und senden Sie an eine alternative Lieferadresse. Ab einem Bestellwert von 15 € liefern wir versandkostenfrei. 

Unsere aktuelle Neuerscheinung: Der Fluch von Eddessen – der neue Kriminalroman von Emlin Borkschert

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Bücher in Zeiten von Corona

Mit den Maßnahmen, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffen wurden, erleben die Menschen in Deutschland eine singuläre Einschränkung ihrer Freiheiten. Von den Auswirkungen dieser Krise sind auch Buchhandlungen und Verlage betroffen.

Es ist zu hoffen, dass die drastischen Maßnahmen zum Erfolg führen werden und somit die Zahl der Neuinfektionen bald langsamer zunehmen wird, sodass die Einschränkungen nach und nach gelockert werden können.

Bis dahin muss niemand darauf verzichten, neue Bücher zu lesen. Gerade Bücher können mit ihrer Perspektive, die über die Tagesaktualität hinausweist, dabei helfen, ein wenig Abstand zu gewinnen – angesichts der oftmals verwirrenden Hektik, die durch die Flut immer neuer Krisennachrichten, entsteht.

Der globale Versanddienstleister Amazon hat schon angekündigt, seine Aktivitäten weiter auszubauen. Dies geschieht leider oftmals zum Schaden regionaler Händler. Und zum Schaden der Umwelt, denn Bücher, die über Amazon versendet werden, müssen zunächst zu einem Großhändler und/oder zu einem Amazon-Versandzentrum geliefert werden. Diese Bücher werden also mindestens einmal mehr durch das Land gefahren als es bei einer direkten Verlagsbestellung oder bei einer Bestellung beim Buchhandel vor Ort der Fall wäre.

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Nach dem Regen ...

... ist hoffentlich auch nach Corona, denn mit der Sonne des Frühjahres endet auch die Erkältungszeit. Durch die Absage der Leipziger Buchmesse, die eigentlich vom 12. bis zum 15. März stattfinden sollte, leidet auch die Buchbranche unter dem Corona-Virus. Andererseits ist die Aufforderung von Gesundheitspolitikern, ersteinmal zu Hause zu bleiben, geradezu eine Einladung zum Lesen. Man kann ja nicht den ganzen Tag Nachrichten zum aktuellen Stand der Infektionszahlen sehen oder sich durch unqualifizierte Social-Media-Kommentare scrollen.
Mit unseren Büchern können Sie in spannende Geschichten und in die Geschichte der Region eintauchen oder Sie lassen sich von unseren Bildbänden und informativen Führern inspirieren für Ihren nächsten Ausflug – wenn sich der Regen endlich verzogen hat und sich ein bunter Regenbogen über die Landschaft des Weserberglandes spannt.

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Außerhalb der "Volksgemeinschaft"

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz rückt das Thema der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik durch zahlreiche Gedenkveranstaltungen, Medienberichte und Veröffentlichungen von Publizisten und Forschern in den Fokus der Öffentlichkeit. Mehr als sieben Jahrzehnte nach den monströsen Verbrechen der Nationalsozialisten stellt sich – angesichts der Tatsache, dass die letzten Überlebenden und Zeitzeugen bald sterben werden – die Frage nach dem zukünftigen Umgang mit diesem historischen Ereignis. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Lücken der Geschichtsschreibung stellenweise sehr groß sind.

Mit seinem Buch „Außerhalb der Volksgemeinschaft – Formen der Verfolgung während des Nationalsozialismus im Kreis Holzminden“ ist es dem Autor Klaus Kieckbusch gelungen, auf regionaler Ebene eine große Wissenslücke zu schließen. In den letzten Jahrzehnten wurde die Geschichte der jüdischen Mitbürger und ihre Schicksale während der Zeit des Nationalsozialismus an vielen Orten regionalgeschichtlich untersucht. Dadurch wurden viele Opfer namentlich bekannt und konnten gewürdigt werden. Außerdem wurde deutlich, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten nicht erst in den fernen Konzentrationslagern stattfanden, sondern ihre Basis in der Ausgrenzung und Entrechtung vor Ort hatten. Ohne die unzähligen Mitläufer und Täter vor Ort wäre der Holocaust nicht möglich gewesen.

Aber das Schicksal der Juden ist nur ein – wenn auch besonders schrecklicher – Aspekt der nationalsozialistischen Rassen- und Ausgrenzungspolitik. Auch Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Sozialdemokraten und Kommunisten, Homosexuelle sowie vermeintlich „Asoziale“ und andere Bevölkerungsgruppen, die nicht zum rassistisch und nationalistisch geprägten Weltbild der Nationalsozialisten passten, wurden drangsaliert, verfolgt und ermordet. Die Schicksale dieser Menschen sind vor allem auf regionaler Ebene bisher kaum gewürdigt worden. Klaus Kieckbusch, der vor mehr als 20 Jahren das Buch „Von Christen und Juden in Holzminden“ veröffentlicht hat, ist einer der wenigen Regionalforscher, der sich intensiv mit dem Schicksal dieser nicht-jüdischen Verfolgten beschäftigt hat. 

Das Ergebnis seiner Untersuchungen ist erschreckend: Dutzende von Sinti und Roma aus dem Landkreis Holzminden verloren in den Konzentrationslagern der Nazis ihr Leben. Hinzu kommen eine Vielzahl weiterer Opfer aus den oben genannten Bevölkerungsgruppen – aufgrund der Vielschichtigkeit der Verfolgungsmethoden und der Unmöglichkeit, alle Fälle zu recherchieren, verbietet sich die Nennung einer konkreten Zahl. All diejenigen Opfer der Verfolgung, deren Schicksal Klaus Kieckbusch nachspüren konnte, werden in dem Buch genannt. Da an viele dieser Menschen nun erstmals überhaupt in diesem Zusammenhang gedacht wird, handelt es sich bei der Publikation von Klaus Kieckbusch auch um ein Gedenkbuch. Gleichzeitig wird die Frage drängend, wie dieser Opfer auch auf andere Weise gedacht werden kann. 

Dr. Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, würdigt in seinem Grußwort die überaus verdienstvolle Arbeit von Klaus Kieckbusch. Darüberhinaus merkt Wagner an, dass insbesondere hinsichtlich der Sinti und Roma die Ausgrenzungsdiskurse und -praktiken nach 1945 nicht endeten, sondern fortbestanden, wenn auch abgemildert. Auch dies zeige Klaus Kieckbusch in erschreckender Deutlichkeit. Es habe eben keine „Stunde Null“ gegeben, sondern viele Kontinuitäten über den April/Mai 1945 hinaus.

Aus Anlass dieser Neuerscheinung hat der Verlag Jörg Mitzkat das erste Buch von Klaus Kieckbusch „Von Juden und Christen in Holzminden“ neu aufgelegt. Beide Bücher wurden vom Heimat- und Geschichtsverein für Landkreis und Stadt Holzminden herausgegeben, und sind ab dem 3.2.2020 erhältlich.

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