Neuigkeiten aus dem Verlag Jörg Mitzkat

Unglaubliches aus dem Weserbergland

Aus dem Märchen- und Sagenschatz der Region

Neu: Unglaubliches aus dem Weserbergland

Sagen und Märchen prägen das regionale Selbstverständnis. Im Weserbergland ranken sich mythische Erzählungen um historische Gebäude oder halbverfallene Burgen, und auch die ausgedehnten Waldgebiete von Solling und Vogler stecken voller sagenhafter Geschichten. Das neue Buch „Unglaubliches aus dem Weserbergland“ von Florian Körber lässt die alten Stoffe in neuem Gewand erscheinen.

 

Ursprünglich wurden Sagen und Märchen von Generation zu Generation mündlich weitergegeben und weitergesponnen. Nachdem die Brüder Grimm und andere Schriftsteller diese Geschichten aufgeschrieben hatten, bekamen sie eine feste Form, die – und das wird heute immer stärker spürbar – in ihrer Entstehungszeit verwurzelt ist. Viele Texte sind heute kaum mehr lesbar oder wirken arg verstaubt. 

Florian Körber hat die überlieferten Stoffe aufgegriffen und neu erzählt, dabei hat er – ganz wie die Erzähler der alten Zeit – manch einen Stoff auch weiter gesponnen. Herausgekommen ist dabei eine Märchensammlung für die heutige Zeit mit vielen regionalen Bezügen, denn nichts regt die Fantasie von Kindern und Erwachsenen mehr an, als sich diese fantastischen Geschichten an einem realen Ort in der eigenen Umgebung vorstellen zu können.

Schülerinnen und Schüler des Campe-Gymnasiums Holzminden haben die neuen alten Märchen mit viel Fantasie künstlerisch illustriert. Die Publikation wurde von der Braunschweigischen Landessparkasse unterstützt. 

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Verdienstkreuz Erster Klasse für Bernhard Gelderblom

Hohe Auszeichnung für unseren Autor: Oberbürgermeister Claudio Griese überreichte Bernhard Gelderblom am vergangenen Montag in der Sumpfblume Hameln das Verdienstkreuz Erster Klasse. Diese vom Bundespräsidenten unterschriebene und formal vom niedersächsischen Ministerpräsidenten verantwortete Auszeichnung erhielt der Hamelner Historikerfür sein außergewöhnliches Engagement hinsichtlich der Aufarbeitung der regionalen Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus. Das Bundesverdienstkreuz hatte Gelderblom schon 2008 erhalten. Diese zweite Auszeichnung konnte verliehen werden, weil der Historiker in den vergangenen 14 Jahren seine ehrenamtliche Arbeit noch intensiviert hat. Sichtbarer Ausdruck dieses Engagements sind vor allem die Buchveröffentlichungen Gelderbloms, mit denen er seine Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat. Im Verlag Jörg Mitzkat wurde ein Großteil dieser Bücher veröffentlicht. Das Spektrum der Publikationen reicht von "Die Juden von Hameln" über "Ausländische Zwangsarbeit in Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont" bis zu dem Buch "Die ,Reichserntedankfeste' auf dem Bückeberg 1933-1937".  Sein Einsatz auch für die Aufarbeitung der Tätergeschichte führte, vielen Widerständen zum Trotz, zur Installation des Dokumentations- und Lernorts Bückeberg im vergangenen Jahr. Herauszuheben ist aber auch, dass Bernhard Gelderblom nicht bloß Akten und Dokumente ausgewertet hat, sondern aktiv auf die Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft und deren Nachkommen zugegangen ist und eine Vielzahl von Kontakten geknüpft hat.

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Der erzwungene Verlust

Am Samstag, 19. November, lädt die Gemeinde Boffzen zu der Gedenkveranstaltung "Der erzwungene Verlust – Boffzen erinnert sich an seine jüdischen Nachbarn" ein (14.30 Uhr, Mehrzweckhalle, Mühlengrube 12b). Neben einem Vortrag des Historikers PD Dr. Uwe Spiekermann über "Boffzen und die NS-Zeit" werden Marlies Linnemann, Dr. Hilko Linnemann, Manuela Püttcher, Manfred Bues und Dr. Stefanie Waske Zeitdokumente in Erinnerung rufen.

Der Heimat- und Geschichtsverein für Landkreis und Stadt Holzminden arbeitet bereits seit den 1990er Jahren die jüdische Geschichte in der Region auf. Die Erinnerung an die einst in dieser Region lebenden Menschen jüdischer Herkunft, die in der NS-Zeit erfordert oder vertrieben wurden, wird vor allem in verschiedenen Buchpublikationen wach gehalten. Diese Bücher sind zum Großteil bei uns im Verlag Jörg Mitzkat erschienen und zumeist noch lieferbar. Neben Einzelpublikationen wie dem Buch von Klaus Kieckbusch "Von Juden und Christen in Holzminden", Bernhard Gelderbloms "Jüdisches Leben im mittleren Weserraum zwischen Hehlen und Polle" oder "Sie waren unsere Nachbarn – die Geschichte der Juden in Stadtoldendorf" von Christof Ernesti liegt beispielsweise über die Geschichte der Juden in Boffzen ein umfangreicher Aufsatz von Klaus Kieckbusch im Jahrbuch des Heimat- und Geschichtsvereins vor. Das betreffende Jahrbuch 2006 ist wie fast alle anderen Jahrbücher des HGV noch lieferbar.

Neben den Publikationen zur jüdischen Geschichte im Landkreis Holzminden liegen einige Bücher zu den angrenzenden Gebieten vor: Von Bernhard Gelderblom Publikationen zu Coppenbrügge und Salzhemmendorf sowie ein umfangreiches und großformatiges Buch zur Geschichte der Juden in Hameln mit einer einzigartigen Dokumentation des jüdischen Friedhofes von Berndt Schaller. Von Detlef Herbst gibt es noch das Buch "Spuren jüdischer Geschichte zwischen Solling und Weser – die Synagogengemeinden Bodenfeld-Uslar-Lippoldsberg und Lauenförde". Außerdem umfasst das Verlagsprogramm noch einen Bildband über die jüdischen Friedhöfe im Landkreis Holzminden.

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Neuer Kalender mit alten Fotos

Holzminden in der frühen Nachkriegszeit

Erst im Rückblick wird der historische Wandel augenscheinlich. Anhand von regionalen historischen Fotos ist dies besonders spürbar, weil den Betrachtern vor Ort die Motive in der heutigen Zeit gegenwärtig sind. Die meisten Bauwerke, die in dem Kalender 2023 mit historischen Fotografien aus Holzminden abgebildet wurden, sind heute noch weitgehend erhalten. Umso mehr tritt ins Auge, dass sich das Geschehen vor diesen Bauwerken verändert hat: Wo heute Autos fahren und parken, waren in den 1940er und 1950er Jahren Fußgänger und auch noch Pferdefuhrwerke unterwegs. Am Weserkai lagen noch Frachtschiffe und auf der Bahnstrecke fuhren Dampfloks. 

Ein besonderes fotografisches Zeugnis dieser Zeit ist zweifellos die Aufnahme von der noch kriegszerstörten Weserbrücke mit der Fähre im Hintergrund. Hier hat sich zwangsläufig natürlich einiges geändert, trotzdem ist der Ort der Aufnahme durch das Silo im Hintergrund unverkennbar. All diese Fotos stammen von Ernst Günter Triloff. Ergänzt wurde die Auswahl durch einige weitgehend unbekannte Postkarten, die ebenfalls aus der Sammlung Triloffs stammen.

Ernst Günter Triloff war lange Jahre Leiter des Holzmindener Heimatmuseums und arbeitete als Lehrer am Landschulheim. Seine Kleinbildfotografien vom Leben auf Holzmindens Straßen zeugen von einer freundlichen Verbundenheit mit den Menschen und dem Leben in der Weserstadt.

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Bücher werden teurer – aber warum?

Papier, vor allem hochwertiges Buchdruckpapier, ist in den vergangenen beiden Jahren deutlich knapper und teurer geworden. Aber das allein ist nicht der Grund dafür, dass die Preise für Bücher und andere Printprodukte nun steigen.

Nach Einführung des Euros im Jahre 2002 sind Bücher teilweise billiger geworden, und das Preisniveau hat sich etwa zwanzig Jahre lang gehalten. Dies war möglich, weil in der Druckbranche ein starker Verdrängungswettbewerb und ein gleichzeitiger Innovationsschub stattfanden, die die Produktion von Büchern günstiger machte, sodass Preissteigerungen in anderen Bereichen ausgeglichen werden konnten.

 

Der klassische Buchhandel

Viel wichtiger aber ist die Handelsseite für den Buchpreis, denn vom Verkaufspreis eines Buches landen nur geringe Teile bei den Autoren, Gestaltern oder Verlagen. Mehr als die Hälfte bleibt im Handel. Für den klassischen Buchhandel, der Bücher einkauft, um sie in der Buchhandlung den Kunden anzubieten, ist das verständlich. Die Buchhandlung muss die Bücher, das Lager, die Miete und die Beratungsleistung finanzieren. Dafür bekommen die Buchhändler 30 bis 45% des Verkaufspreises. Die Höhe des Buchpreises bestimmt also unmittelbar den Erlös des Buchhändlers. Vom Verkauf eines einzelnen Pixiebuches profitieren die Buchhändler daher nur minimal. Höhere Buchpreise sichern auch die Existenz des stationären Handels. 

Bis zu 20% vom Verkaufspreis bleibt beim Großhandel, der größere Mengen Bücher lagert und dafür sorgt, dass Buchhandlungen über Nacht beliefert werden.

 

Amazon & Co.

Beim Internethandel sieht die Sache anders aus. Die Beratungsleistung wird von den Kunden als „Bewertung“ geleistet. Der Anbieter kümmert sich um Datenerfassung und Programmierung. In den meisten Fällen gibt es auch kein Buchlager, denn die Bücher werden direkt vom Großhändler im Namen des Internethändlers verkauft. Ein Verlag muss dem Großhändler seine Bücher in der Regel mit 50% Rabatt liefern und auch noch die Versandkosten tragen. Je nach bestellter Menge bleiben dann nur noch etwa 40% vom Buchpreis übrig.

 

Die Verlage

Die Internetseiten von Verlagen dienen nicht nur der Präsentation des Verlagsprogramms, oft ist auch ein Shop integriert. Ohne Umweg über den Großhändler werden die Kunden von hier entweder direkt durch den Verlag oder die angeschlossene Verlagsauslieferung beliefert. Vor allem, wenn es sich beim Verlag um einen Regionalverlag handelt, dessen Kunden meist aus der Region kommen, lassen sich auf diese Weise auch unnötige Versandwege sparen.

 

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