Neuigkeiten aus dem Verlag Jörg Mitzkat

Zum Welttag des Buches das regionale Buch feiern

Lesungen mit Wolfgang Bellmer, Norbert Radler und Heike Ulrich in Holzminden und Höxter

Den 23. April, Todestag von Shakespeare und Cervantes, hat die Unesco im Jahre 1995 als „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen. Seit 1996 wird dieser Tag auch in Deutschland begangen und soll auf die fundamentale Bedeutung des Buches und seine unverzichtbare Rolle in der Informationsgesellschaft hinweisen.
So unbestritten diese Rolle für die Werke der Weltliteratur ist, so darf nicht vergessen werden, dass das Buch auch für Geschichte und Geschichten auf regionaler Ebene von immenser Bedeutung ist. Fast das gesamte Wissen ist auch im regionalen Kontext seit Jahrhunderten durch Bücher überliefert worden und bei der Aufbereitung des aktuellen Wissens für die Zukunft gibt es angesichts der Unsicherheit digitaler Speichermedien keine Alternative zum Buch.
Am Veranstaltungsprogramm zum Welttag des Buches beteiligen sich auch Autoren aus dem Verlag Jörg Mitzkat:
Heike Ulrich liest aus ihrem Roman „Jenseits des Nordlichts“ am 26.4. um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Papierus in Holzminden und am 27.4. im Rahmen der Reihe „Literarische & kulinarische Leidenschaften“ im Corveyer Weinhaus. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.
Wolfgang Bellmer wird am 20. April den Abschlussroman seiner Elise-Trilogie „Elise und die Summe der Tage“ mit einer Lesung in der Stadtbücherei Holzminden vorstellen (Beginn ebenfalls 19.30 Uhr).
Wolfgang Bellmer und Norbert Radler, Autor der regionalen Krimi-Reihe „SOKO HX“, werden zudem bei der „ambulanten Lesung“ mit weiteren regionalen Autoren am 27. April ab 18 Uhr in der VHS Höxter dabei sein. Norbert Radler wird aus seinem in Kürze erscheinenden dritten „SOKO HX“-Krimi „Die Folterkammer“ lesen.
Vom 20. bis zum 23. April läuft zudem die Aktion „verlagebesuchen“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Dabei macht der Verlag Jörg Mitzkat nicht offiziell mit, denn bei dem Regionalverlag in Holzminden ist die Tür ohnehin täglich für Besucher geöffnet. Interessenten können dort in allen ca. 200 lieferbaren Titeln des Verlages stöbern und wer darüberhinaus eine Frage zur Arbeit des Verlags hat, wird immer auf offene Ohren stoßen. Der Verlag in der Allersheimer Str. 45 ist täglich von 9 bis 13 Uhr, donnerstags auch von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

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Leipziger Buchmesse 2018

Bücher als Botschafter für Südniedersachsen und Ostwestfalen

Gleich dreimal hat der Verlag Jörg Mitzkat Lesungen mit der Autorin und Schauspielerin Heike Ulrich auf der Leipziger Buchmesse und im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Leipzig liest“ veranstaltet. Neben einer Lesung bei Hugendubel im Zentrum von Leipzig im Rahmen der Reihe „Leipziger Büchermenschen“ konnte Heike Ulrich ihr Publikum in der Bibliothek Holzhausen und auf dem Forum Literatur direkt auf der Buchmesse für ihren Debüt „Jenseits des Nordlichts“ begeistern, der Roman mit Thriller-Elementen verknüpft nordische Mythologie und mittelalterliche Geschehnisse mit dem Leben eines modernen Paares.
Im Rahmen der Präsentation auf dieser wichtigsten deutschen Literaturveranstaltung im Frühjahr rückte der Regionalverlag aus dem Weserbergland neben „Jenseits des Nordlichts“ vor allem den dritten Teil und Abschluss der Elise-Trilogie in den Mittelpunkt: „Elise und die Summe der Tage“. Dieser Roman-Zyklus des aus Holzminden stammenden und in Berlin lebenden Autors Wolfgang Bellmer zeichnet ein lebendiges Bild der großen Umbrüche in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bellmers Protagonistin Elise duckt sich nicht weg, als im Kaiserreich Kommunisten angegriffen werden, im zweiten Band muss sie ihren Mann aus den Fängen der Nazis befreien – all dies gelingt ihr mit einer unbezwingbaren Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Im jetzt vorliegenden dritten Band gilt es, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und angesichts des Exzesses von Gewalt, der das Leben ihrer Familie über viele Jahre bestimmt hat, wieder die Hoffnung auf das Gute und die Liebe aufkeimen zu lassen. Ein Buch über die große Fragen des Lebens, erzählt mit leichter Hand und am Beispiel einer außergewöhnlichen Frau. Wolfgang Bellmer hat für diesen Roman-Zyklus, dessen Bände auch einzeln gelesen werden können, auf Motive aus dem Leben seiner Mutter zurückgegriffen.
Neben diesen beiden Romanen präsentierte der Verlag aber auch seine regionalbezogenen Werke, die „Kleine Landeskunde Südniedersachsen“, Werke zur Geschichte des Nationalsozialismus in der Region oder „Waldleben – Bilder und Texte zum Leben und Arbeiten im Sollinger Walde“, dass beispielsweise in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Wild und Hund“ als „Empfehlenswert für alle, die sich für die Geschichte unserer Wälder interessieren“ gelobt wurde.
Ganz nebenbei war der Verlag mit seinen schön gestalteten Bildbänden über die Landschaften und Kulturschätze in Südniedersachsen und Ostwestfalen gewissermaßen auch ein Botschafter des Weserberglandes in Leipzig.

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Jenseits des Nordlichts

Die Schauspielerin und Drehbuchautorin Heike Ulrich präsentiert ihren ersten Roman vor der Corveyer Abteikirche. Ulrichs Buch schlägt den Spannungsbogen von Island bis zum Kloster Corvey an der Weser. Der Thriller verwebt Aspekte nordischer und mittelalterlicher Geschehnisse mit dem Leben eines mordernen Paares. Das spannende Buch ist ab sofort erhältlich.

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Bücher als Beitrag zum kulturellen Gedächtnis der Region

„Kultur ist ebenso wie Bildung ohne die gedruckte Literatur nicht möglich, deshalb sind Verleger Kulturschaffende. Erst da wo Inhalte - vom Roman bis zum wissenschaftlichen Aufsatz - dauerhaften Ausdruck in einem Buch oder in einer Zeitschrift gewinnen, kann Kultur als Prozess entstehen, aus der Vergangenheit bis in die Zukunft wirken und sich anderen Kulturen öffnen.“
Dies schreibt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels über die Arbeit von Verlagen. In diesem Sinne leisten Sachbücher, aber auch Bildbände und Romane einen Beitrag zum kulturellen Gedächtnis.
Mehr als 200 Bücher, die der Verlag Jörg Mitzkat seit 1994 publiziert hat, dokumentieren auf tausenden Seiten in Bild und Text geschichtliche Sachverhalte oder aktuelle Entwicklungen, die schon in wenigen Jahrzehnten historisch aufschlussreich sein können. Gerade angesichts der unübersichtlichen digitalen Welt sind gedruckte Bücher ein bereits seit Jahrhunderten bewährtes Medium, um Informationen zu bewahren und weiterzugeben.
In diesem Zusammenhang kommt auch der sogenannten „Backlist“ eines Verlages hohe Bedeutung zu. Bücher sind keine Verbrauchsgüter, sondern bleiben aktuell –auch wenn sich ihre jeweilige Bedeutung wandeln mag.
Das gilt gleichermaßen für populärwissenschaftliche Bücher wie die „Kleine Landeskunde Südniedersachsen“, in der das Wissen über die Region für eine breite Leserschaft aufbereitet wird, Bildbände, in denen die Region aus bestimmten Blickwinkeln dargestellt wird, oder auch Romane und Erzählungen, in denen regionalgeschichtliche Ereignisse zu Geschichten werden.
Ganz besonders gilt dies natürlich für Publikationen mit wissenschaftlichem Anspruch, wie die zahlreichen Bücher zur Geschichte der Juden in der Region oder zur Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. Denn gerade auf lokaler Ebene sind es meist einzelne Autoren, die durch akribische Recherche solche regionalhistorischen Geschehnisse vor dem Vergessen bewahren. Viele dieser Bücher werden die einzig allgemein verfügbaren Dokumentationen der Geschichte bleiben.
Erst jüngst schrieb Jörg Bong in der FAZ unter der Überschrift „Das Buch als Kulturgut: Eine starke Waffe für die Demokratie“, dass  der Umfang eines Buches kein Selbstzweck sei, sondern ein unentbehrliches Potential. Das Buch ermögliche die eingehende Auseinandersetzung und erlaube, den komplexen und komplizierten Dingen auf den Grund zu gehen. Es gehe also um grundlegende Werte, Ideen und um unsere kulturelle, gesellschaftliche Essenz. Aber, so der FAZ-Autor: „Die fabelhaft helle Kulturkraft des Buches lässt sich nicht einfach verordnen. Deshalb müssen wir – die Gesellschaft, die Politik, Bildung und Kultur, wir alle – alles tun, um das Buch, und alles, was dazugehört, zu stärken: Autoren, Übersetzer, den Buchhandel, die öffentlichen Bibliotheken, die Schulen und die Verlage."

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40 Jahre "Schlacht um Grohnde" 1977-2017

Die ,Schlacht um Grohnde‘ am 19. März 1977 erregte bundesweit Aufsehen. Zwar hatte es schon 1976 in Brokdorf gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen militanten Atomkraftgegnern und der Polizei gegeben, doch die Kämpfe in Grohnde erreichten eine vor allem im abgelegenen Weserbergland nicht für möglich gehaltene Eskalation der Gewalt.
Das Buch „40 Jahre ,Schlacht um Grohnde‘ bringt die gesellschaftlichen Veränderungen in den 1970er Jahren auf den Punkt: Die ,Schlacht um Grohnde‘ bildete einerseits einen gewalttätigen Höhepunkt in den Anfängen der Anti-Atom-Bewegung, andererseits war gerade der Exzess der Gewalt eine Initialzündung für fantasievolle Aktionen des gewaltfreien Widerstands, mit dem die neu gegründeten Bürgerinitiativen in den folgenden Jahrzehnten den Ausbau der Atomkraft zumindest einschränken konnten.
In der Einleitung schreibt der Historiker Bernhard Gelderblom: „Das, was sich an diesem Tage in Grohnde so überaus gewaltsam entlud, hatte sich vor allem in Brokdorf vorbereitet, wo die Polizei überhart agierte. Gewalt wurde auf beiden Seiten geübt; die Fotos zeigen sie in ihrer ganzen Hässlichkeit. Es ist nur glücklichen Zufällen zu verdanken, dass es nicht zu Toten kam. Der Verfasser vermeidet es, die Gewalt zu bewerten und vom weichen Sessel aus zu verurteilen. Das leisten – so oder so – die Erfahrungsberichte. In der blutigen Auseinandersetzung behielt letztlich die Polizei die Oberhand. Mit Gewalt war der Kampf gegen das AKW nicht zu gewinnen, aber – auch das ist eine Erfahrung aus dem Geschehen – über gewaltlosen Widerstand berichtete die Presse nicht.“
Die Publikation stellt die Ereignisse des 19. März 1977 in einen Zusammenhang mit der Entwicklung der Anti-Atom-Bewegung im Weserbergland. Den meisten Raum nehmen jedoch Erlebnisberichte und größtenteils bisher unveröffentlichte Fotografien vom Geschehen am Bauzaun in Grohnde ein. Neben zahlreichen Berichten von Demonstranten kommen auch Polizisten zu Wort. 
Der Leser, so schreibt es Gelderblom in seiner Einleitung, mag sich aus den unterschiedlichen Berichten und Fotos ein Bild des unglaublich komplexen Geschehens in Form einer Collage selbst zusammensetzen.
Das Buch im Format 25 x 21 cm umfasst 240 Seiten mit mehr als 300 Abbildungen bei einem Verkaufspreis von 24,80 €.

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