2021

Die Kiste

Wolfgang Bellmers neuer Roman spielt in der Gegenwart, nimmt aber einen Handlungsfaden seiner Elise-Trilogie auf

Irgendetwas stimmt nicht mit der verlassenen Villa in der Weserstadt Holzminden, die einst der Familie von Elise Rennefeld gehörte.  Regisseur Stefan Kloss, der in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist, um die Roman-Trilogie Elise an den Originalschauplätzen zu verfilmen, wird von dem Gebäude magisch angezogen. Bei Dreharbeiten entdeckt Regisseur Kloss ein altes Auto mit einer geheimnisvollen Kiste. Ist es dasselbe Auto, dem Elise und ihr Mann in den letzten Kriegstagen im Wald begegnet sind? 

Auf die fröhlichen Dreharbeiten fällt der Schatten einer dunklen Zeit. Die Entdeckung führt in die turbulente Endphase des Zweiten Weltkrieges und birgt eine ganz aktuelle Gefahr.Der Versuch, das Geheimnis der Kiste zu entschlüsseln, verändert nicht nur den geplanten Film, sondern auch das Leben der Protagonisten.

Bellmers neuer Roman greift unter anderem einen Handlungsfaden seiner Elise-Trilogie auf.  Mit der sich daraus entwickelnden spannenden Geschichte zeigt der Autor, wie weit Ereignisse der Vergangenheit in die Gegenwart hineinreichen und erst nach vielen Jahrzehnten ihre Brisanz entfalten können.

2021 von Jörg Mitzkat (Kommentare: 0)

Das Weserbergland erleben

Mit „Das Weserbergland erleben“ ist soeben ein Buch erschienen, das sich durch eine hohe Ortskenntnis, exzellente Fotografien sowie eine moderne und übersichtliche Gestaltung auszeichnet. Der Reise- und Freizeitführer stellt die verschiedenen Möglichkeiten dar, die vielfältige Kultur- und  Naturlandschaft des Weserberglandes mit allen ihren Erlebnismöglichkeiten zu entdecken. 

Im Buchhandel werden zwar eine Reihe von Reise- und Freizeitführern über das Weserbergland angeboten, bei näherer Betrachtung ist dieses Angebot allerdings oftmals wenig praxistauglich – einerseits wird der Bereich des Weserberglandes sehr weit gefasst und Leinebergland und Teutoburger Wald einfach mit einbezogen, andererseits ist die Auswahl der Orte und Ziele oftmals sehr selektiv. Zudem sind viele Informationen veraltet.

Dieser Blick auf das bestehende Buchangebot war für unseren Regionalverlag eine hohe Motivation, das Thema systematisch anzugehen und neue Ideen zu entwickeln. So werden in dem neuen Reise- und Freizeitführer nur die Orte und Ziele zwischen Hann. Münden und Minden aufgeführt, die maximal 25 Kilometer vom Lauf der Weser entfernt liegen. Lediglich auf den themenbasierten Übersichtskarten wurden einige herausragende Ziele im weiteren Umfeld mit aufgenommen. 

Dieser Reise- und Freizeitführer richtet sich sowohl an Besucher als auch an Bewohner des Weserberglandes und leistet einen wichtigen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung dieser Region.

2021 von Jörg Mitzkat (Kommentare: 0)

Iguanodon auf dem Bückeberg

Das von Stephan Walter zusammengetragene Buch "Ein Pferd hängt im Baum – der Bückeberg in Geschichte(n) und Gegenwart" war Ende des vergangenen Jahres ein Riesenerfolg im Verlagsprogramm. Trotz des Umfangs von 748 Seiten war das Buch innerhalb weniger Wochen vergriffen. Nun ist die zweite Auflage des zwei Kilogramm schweren Werkes fertiggestellt. Autor Stephan Walter hat einige kleinere Verbesserungen und Ergänzungen vorgenommen. Offensichtlichster Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Auflage ist der Saurier, der auf dem Cover des Buches den Bückeberg erklimmt. Es ist nun ein Iguanodon - solche Saurier haben vor mehr als 100 Millionen Jahren dort ihre Spuren hinterlassen. Die Dinosaurierfährten im Steinbruch auf dem Bückeberg sind ein bekanntes Ausflugsziel. Stephan Walter hat für die 15 Kapitel seines Buches aber auch sehr viele Bilder, Informationen und Anekdoten zusammengetragen, die kaum oder gar nicht bekannt sind, und begeistert seine Leser vor allem mit diesem Wissen. 

Das fadengeheftete Softcover-Buch ist zum Preisvon 39,80 € im regionalen Buchhandel oder versandkostenfrei direkt hier beim Verlag erhältlich.

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Stolpersteine

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, sagt Gunter Demnig. Im Jahre 1993 begann der Künstler in den Straßen seiner Heimatstadt Köln „Steine gegen das Vergessen“ zu verlegen, „Stolpersteine“, wie er sie nannte. Sie sollten an frühere Nachbarn erinnern, die als Juden, Sinti oder Roma, Euthanasieopfer, Homo­sexuelle, politisch oder religiös Verfolgte unter dem NS-Regime verschleppt und ermordet wurden.

Bis Ende 2020 wurden an über 800 Orten in Deutschland und in rund 200 ausländischen Städten 75.000 Steine verlegt. Somit hat sich das Projekt, das immer auch Kontroversen hervorruft, zum weltweit größten dezentralen Mahnmal gegen den Nationalsozialismus entwickelt. 

Im Landkreis Hameln-Pyrmont erinnern zurzeit 115 Stolpersteine an Menschen, die dem Terror der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen sind. Davon gelten 113 jüdischen Bürgerinnen und Bürgern, zwei sind Nichtjuden gewidmet. Nimmt man die Orte Hessisch Oldendorf und Hemeringen dazu, dann erhöht sich die Zahl auf 133.

Das aktuell erschienene Buch von Bernhard Gelderblom informiert über die Orte der Stolpersteine und die Biographien der Betroffenen. RadioAktiv beschreibt die Publikation mit folgenden Worten: „Das ist in Inhalt und Gestaltung ein Buch, das einem die Tränen in die Augen treibt.“

„Stolpersteine“ ist eine wichtige Ergänzung der zahlreichen Publikationen des Verlags Jörg Mitzkat über die Geschichte der Juden und die Verbrechen des Nationalsozialismus in der Region. Das Buch wird in Klassensätzen an den Schulen des Landkreises Hameln-Pyrmont verteilt. Im Buchhandel und hier direkt beim Verlag ist es zum Preis von 10 € erhältlich.

 

2021 von Jörg Mitzkat (Kommentare: 0)

Gesammeltes regionales Wissen

Die Jahrbücher des Heimat- und Geschichtsvereins für Landkreis und Stadt Holzminden sind keine Chroniken, sondern Aufsatzsammlungen zu unterschiedlichen regionalhistorischen Themen. Bereits seit mehr als 20 Jahren werden diese Jahrbücher vom Verlag Jörg Mitzkat publiziert. Über den Verlag sind aber auch fast alle älteren Bände noch erhältlich. 

Wer sich für die Geschichte von Stadt und Landkreis Holzminden interessiert, wird in den inzwischen 38 Bänden des Jahrbuches (darunter finden sich allerdings auch einige Doppelbände) unzählige tiefschürfende Aufsätze zu unterschiedlichen Themenbereichen finden. Beispielhaft für die Themenvielfalt der Jahrbücher steht der aktuell erschienene Doppelband:

Inhaltlich beginnt das Jahrbuch diesmal mit einem Aufsatz von Peter Albrecht über den Blick des braunschweigischen Herzogs Carl I. auf den Weserraum. In diesem Zusammenhang steht auch der Aufsatz von Detlef Creydt über „Das Zusammenwirken der Eisenhütten im Weserdistrikt unter besonderer Berücksichtigung der Stahl- und Eisenfabrik Holzminden“. Archäologische Eisenfunde waren es dann auch, die Detlef Creydt und Jan Schametat auf die Spur einer Schlacht im September 1761 bei Neuhaus brachten, über die beide Autoren in einem ausführlichen Aufsatz berichten. 

Matthias Seeliger geht der Frage nach, ob „Zichorienkaffee – eine Holzmindener Erfindung?“ sei. Mit der Existenz der einfachen Leute beschäftigt sich Jürgen Huck, der „Aus dem Leben ,eines Kleinkötners in Polle“ berichtet. „Wucherer an den Galgen? Die ,Burenschlachten’ im Raum Delligsen“, ein Aufsatz von Wolfgang Schäfer, beschäftigt sich mit den Konflikten zwischen Bauern und Arbeitern in den Anfangsjahren der Weimarer Republik. 

Reinhard Krebs berichtet über einen sehr bekannten Schüler des Holzmindener Gymnasiums: „Wilhelm Raabes Gymnasialgeschichte(n)“. Und Maria Kapp (†) hat zum Abschluss Ihrer Beiträge zu den katholischen Kirchen im Kreis Holzminden „Die Katholische Kirche in Boffzen“ beschrieben. 

Erschütternd ist der ausführliche Beitrag Bernhard Gelderbloms über „Die Tragödie um die Familie der Jüdin Margarete Pieper aus Osterbrak bei Bodenwerder in der NS- und Nachkriegszeit“.

Das informative und mit mehr als 100 Abbildungen illustrierte Buch gibt es für 14,80 € hier im Shop oder im regionalen Buchhandel. 

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