2019

Bücher im Osternest

In diesem Jahr fällt Ostern fast mit dem Welttag des Buches zusammen. Der von der UNESCO weltweit eingerichtete Aktionstag am 23. April hebt die Bedeutung des Lesens, den Wert von Büchern, die Rechte ihrer Autoren und somit die Kultur des geschriebenen Wortes überhaupt hervor.

Erst kürzlich war im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels zu lesen, dass es notwendig sei, zwischen Sichten und Lesen zu unterscheiden. Während am Bildschirm eher das Sichten zur schnellen Aneignung von Informationen geschieht, würde das konzentrierte Lesen in Büchern über die Vermittlung von Wissen hinaus auch Raum und Zeit für Erkenntnisgewinn bieten.

Insofern möchten auch wir Sie gerade im Angesicht des Osterfestes und des darauf folgenden Welttag des Buches dazu auffordern, sich Zeit zum Lesen und somit zum Verstehen zu nehmen.

2019 von Jörg Mitzkat (Kommentare: 0)

Besuchen Sie uns auf der Leipziger Buchmesse 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

das Lesen eines Buches ist immer auch eine Reise – eine Reise in die Fantasiewelt des Autors, in die Lebenswelt vergangener Zeiten oder eine Bilderreise in ferne oder weniger ferne Welten.
Bei einem Regionalverlag liegen diese ,Welten‘ nicht in der Ferne, sondern ganz in der Nähe – trotzdem bieten unsere Bild- und Textbände über Südniedersachsen und Ostwestfalen viele neue und ungewohnte Perspektiven – schließlich geht es beim Lesen von Büchern auch darum, die Welt – egal ob fern oder nah – mit anderen Augen zu sehen.
So wird sich der Verlag in diesem Jahr im Reisebereich der Leipziger Buchmesse (21. bis 24. März 2019) präsentieren – Besuchen Sie uns in Halle 3 an Stand F106, um mit uns und unseren Büchern auf Reisen zu gehen.

 

Unser aktuelles Verlagsprogramm finden Sie hier:

https://issuu.com/verlagjorgmitzkat/docs/verlag_mitzkat_programm_fru_hjahr_2_2377fc5f9d8c7d

2019 von Jörg Mitzkat (Kommentare: 0)

27. Januar – Tag des Gedenkens

Bücher als "Form des Erinnerns"

Im Jahre 1996 ist der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee, zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt worden. Der damalige Bundespräsident Herzog sagte zur Einführung des Gedenktages: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ 2005 wurde dieser Tag durch die Vereinten Nationen auch zum  Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erklärt.
Zahlreiche Institutionen tragen alljährlich dazu bei, die Erinnerung an die Opfer des beispiellosen Verbrechens der Nationalsozialisten zu bewahren.
Neben Gedenkveranstaltungen und Denkmälern sind Bücher die wichtigsten Medien der Erinnerungskultur auf regionaler und überregionaler Ebene. Zahlreiche Autoren und Wissenschaftler haben die Ereignisse der NS-Zeit sowie die Geschichte der Juden vor Ort akribisch recherchiert und dokumentiert. Genauso wie mittelalterliche Burgen oder prachtvolle Renaissancegebäude in den Städten an die Geschichte der Region erinnern, werden in den Büchern über die NS-Zeit oder die Geschichte der Juden konkrete Orte gezeigt, an denen sich Historie ereignet hat; Orte, die für das Leid der Opfer, den Machtmißbrauch der Täter oder auch für Gerechtigkeitssinn und Mut stehen.
Seit 1994 publiziert der Verlag Jörg Mitzkat aus Holzminden Bücher zu regionalen Themen, und von Anfang an haben Bücher über die Zeit von 1933 bis 1945 einen breiten Raum im Verlagsprogramm eingenommen.
Die von Detlef Creydt und dem Heimat- und Geschichtsverein Holzminden herausgegebenen Bücher über Zwangsarbeit im Hils zählten zu den ersten regionalen Publikationen zu diesem Thema. Diese Lücke in der Geschichtsschreibung des Kreises Höxter hat Ernst Würzburger mit seinem Buch „Zwangsarbeit im Kreis Höxter“ erst 2016 geschlossen. Ohne die millionenfache Verschleppung von Zwangsarbeitern aus allen Teilen Europas hätte „Hitler-­Deutschland“ die Kriegsjahre nicht so lange überstehen können. Gerade die regionale Betrachtung dieses Themenkreises gibt Aufschluss über die Funktionsweise des nationalsozialistischen Machtsystems.
Mit dem Buch „Nationalsozialismus im Weserbergland“ haben die Autoren Christoph Reichardt und Wolfgang Schäfer im gleichen Jahr ein Werk vorgelegt, dass sich vor allem mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten und ihrem geschickten Vorgehen beim Ausbau und der Sicherung ihrer Herrschaft beschäftigt.
Das vorerst letzte Buch zur Geschichte der Juden im Weserbergland hat Bernhard Gelderblom ebenfalls 2016 veröffentlicht: Die Juden von Coppenbrügge.
Über das Gedenken an die Opfer hinaus, ist in den vergangenen Jahren aber auch der Blick auf die Täter sowie die Reflexion über den Umgang mit der NS-Zeit in den ersten Nachkriegsjahren in den Fokus genommen worden.  Erkenntnisreich sind in diesem Zusammenhang das erst jüngst pu­blizierte Buch „Die NS-Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg 1933-1937“ sowie Ernst Würzburgers Publikation „Der letzte Landsberger“ über den 1947 zum Tode verurteilten KZ-Adjudanten Hans Schmidt aus Holzminden.

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