Oktober 2018

Die NS-"Reichserntedankfeste" auf dem Bückeberg 1933-1937

Die sogenannten "Reichserntedankfeste", die von 1933 bis 1937 vom NS-Regime auf dem Bückeberg bei Hameln veranstaltet wurden, stehen exemplarisch für die Früh- und Formierungsphase des nationalsozialistischen Regimes, so der Geschäftsführer der Stiftung niedersächsischer Gedenkstätten, Dr. Jens-Christian Wagner bei der Vorstellung des neuen Buches von Bernhard Gelderblom „Die NS-Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg 1933-1937“ in Hameln. Wagner sieht einen direkten Zusammenhang zwischen dem Bückeberg und Bergen-Belsen – die Hundertausende, die auf dem Bückeberg Hitler zugejubelt hätten, seien zu Tätern geworden, weil ihnen das Regime das Gefühl gegeben hätte, dazuzugehören und sich deshalb über „Minderwertige“ erheben zu dürfen. Autor Bernhard Gelderblom ergänzte, dass die opulenten Schauübungen der Wehrmacht – neben der Rede Hitlers zweiter Höhepunkt der Veranstaltungen – militärische Gewalt als ästhetisches Erlebnis vermittelt und auf diese Weise bereits ab 1933 die Festteilnehmer auf den künftigen Krieg vorbereitet hätten.
Mit einer übersichtlichen Gliederung und mehr als 200 Fotografien bietet das Buch zum Bückeberg eine umfassende Einführung zum Thema „Reichserntedankfeste“. Neben den "Reichsparteitagen" in Nürnberg und den "Maifeiern" auf dem Tempelhofer Feld in Berlin waren die "Reichserntedankfeste" auf dem Bückeberg bei Hameln die dritten bedeutenden Massenveranstaltungen des NS-Regimes und trugen ganz wesentlich dazu bei, die Menschen in Deutschland für Hitler zu begeistern. Anhand dieser Veranstaltungen wird deutlich, wie geschickt die Nazis Massenmedien einsetzten, um die Intention der "Feste" im Deutschen Reich zu verbreiten: Das Radioprogramm des Tages war ausgefüllt mit Berichten vom "Reichserntedankfest" und die Rede Hitlers wurde live übertragen. Bedeutsamer noch war die Rolle von Fotografie und Film – die Aufnahmen von Menschenmassen, Fahnenwäldern und marschierenden Kolonnen am Bückeberg wurden in unzähligen Publikationen des Regimes veröffentlicht.

Das 200 Seiten umfassende Buch ist für 19,80 € direkt bei uns oder im Buchhandel erhältlich.

2018 von Jörg Mitzkat (Kommentare: 0)

Gärten im Weserbergland

Neuauflage mit aktualisierten Texten und neuen Fotografien

Dieses liebevoll gestaltete Buch lädt alle Gartenfreunde zu einer Entdeckungsreise entlang der Weser ein. Zwischen Steinhuder Meer und Reinhardswald sind im Weserbergland eine Vielzahl von Schlossgärten, Kurparks, Klostergärten, Stadtparks, Gutsgärten, Wallpromenaden und Pfarrgärten zu entdecken. Die Entstehungszeit der Anlagen reicht vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit und bildet somit auch die vielfältige Geschichte der Region ab.
Neben einigen herausragenden und historisch bedeutungsvollen Kuranlagen und Landschaftsparks werden in diesem Buch auch ein paar eher unscheinbare und teilweise verwilderte Gärten und Parks mit informativen Texten und schönen Fotografien vorgestellt.
Im Vordergrund der Beschreibungen stehen die oft sehr wechselvollen Geschichten sowie die aktuellen Besonderheiten der mehr als 40 Anlagen. So beinhaltet dieses Buch — ganz nebenbei — eine kleine Geschichte der Gartenkunst abseits der großen Zentren.
Die von Henning Dormann überbeitete und ergänzte Neuauflage ist mit neuen eindrucksvollen Fotografien ausgestattet worden. Da die größeren Park- und Gartenanlagen oftmals um Schlösser und Herrenhäuser herum entstanden sind, führt das Buch „Gärten im Weserbergland“ auch zu vielen architektonischen Sehenswürdigkeiten im Weserbergland und bietet den interessierten Leserinnen und Lesern viel Wissenswertes sowie mannigfache Anregungen zu Entdeckungsreisen in der Region.
„Gärten im Weserbergland“ umfasst 96 Seiten mit mehr als 200 Abbildungen und ist ab sofort erhältlich.

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