Hubertus Grimm hat die Fußballgeschichte Ostwestfalens in der Zeit von 1918 bis 1945 aufgearbeitet: Eine komplizierte Aufgabe, denn das heute so fest umrissene Gebiet der Kreise Minden, Herford, Gütersloh, Lippe, Paderborn und Höxter sowie der kreisfreien Stadt Bielefeld war vor 1945 verwaltungstechnisch ganz anders aufgeteilt, sodass die dort spielenden Fußballvereine nicht nur in unterschiedlichen Verbänden, sondern auch noch in unterschiedlichen Regionen spielten. Neben den gesellschaftlichen und historischen Aspekten verfolgt dieses Buch vor allem ein Ziel: Den unzähligen Vereinen in OWL soll eine Möglichkeit eröffnet werden, sich besser mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. Zeitzeugen sind kaum noch vorhanden. Vieles von dem, was überliefert wurde, hat Legendencharakter und hält einer Überprüfung nicht stand. Deshalb sollen alle Vereine in OWL mit diesem Buch in die Lage versetzt werden, die Zeit von 1918 bis 1945 zu rekonstruieren. Es sollte aber ganz bewusst kein Tabellenbuch werden, da die Zeit einfach zu viel zu erzählen hatte. Die intensive Recherche in den zur Verfügung stehenden Medien und Vereinschroniken vermittelt ein lebendiges Bild dieser Pionierzeit des Fußballs in Ostwestfalen.
Als der Fußball noch in den Kinderschuhen steckte...
PRODUKTINFO
ISBN13: 978-3-95954-169-5
Autor(en): Hubertus Grimm
Seitenanzahl: 172
Format (H x B): 30,0 x 21,0 cm
Gewicht: 996 g
Produktform: Hardcover
Sprache: Deutsch
Veröffentlichung: Dezember 2024Leseprobe: Blick ins Buch
Als der Fußball noch in den Kinderschuhen steckte
Mit dem TSV Nürnberg Ost, FT Jeßnitz, DJK Sparta
Nürnberg und dem FC Bayern München gab es im
Jahre 1932 vier deutsche Fußballmeister – denn all diese Vereine spielten in unterschiedlichen Verbänden. Erst die Nazis vereinheitlichten die Vielfalt der Fußballverbände, indem sie den DFB als alleinigen Verband bestimmten, gleichzeitig sorgten sie durch den Ausschluss der jüdischen Spieler für eine erneute Spaltung, woraufhin diese den Makkabikreis und den Sportverband Schild gründeten.
Diese Einordnung zeigt die Zerrissenheit des Fußballs in der Zeit der Weimarer Republik. Der Fußball war somit ein eindrucksvolles Spiegelbild der Gesellschaft, die sich in verschiedene Milieus aufteilte. Nicht zuletzt auch durch diese Sportverbände wurde die Spaltung zementiert.
Hubertus Grimm, der sich der Aufgabe angenommen hat, die Fußballgeschichte Ostwestfalens in der Zeit von 1918 bis 1945 aufzuarbeiten, stand noch vor einer weiteren komplizierten Aufgabe, denn das heute so fest umrissene Gebiet der Kreise Minden, Herford, Gütersloh, Lippe, Paderborn und Höxter sowie der kreisfreien Stadt Bielefeld war vor 1945 verwaltungstechnisch ganz anders auf-geteilt, sodass die dort spielenden Fußballvereine nicht nur in unterschiedlichen Verbänden, sondern auch noch in unterschiedlichen Regionen spielten.
Neben den gesellschaftlichen und historischen Aspekten verfolgt dieses Buch vor allem ein Ziel:
Den unzähligen Vereinen in OWL soll eine Möglichkeit eröffnet werden, sich besser mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen. Zeitzeugen sind kaum noch vorhanden, so dass Vereinschroniken nur noch bruchstückhaft rekonstruiert werden können. Vieles von dem, was überliefert wurde, hat Legendencharakter und hält einer Überprüfung nicht stand. Deshalb sollen alle Vereine in OWL mit diesem Buch in die Lage versetzt werden, die Zeit von 1918 bis 1945 zu rekonstruieren. Es sollte aber ganz bewusst kein Tabellenbuch werden, da die Zeit einfach zu viel zu erzählen hatte.
Und die intensive Recherche in den zur Verfügung stehenden Medien und Vereinschroniken hat ein so lebendiges Bild vermittelt, dass es wert war dieses weiterzugeben.

