Entziffern, Lesen, Verstehen – alles nicht mehr selbstverständlich
- Jörg Mitzkat

- vor 5 Tagen
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Heute wurden die aktuellen Zahlen zum Buchmarkt in Deutschland vorgestellt. Bisher konnte der Verkaufsrückgang durch höhere Preise ausgeglichen werden, 2025 ist nun auch der Gesamtumsatz zurückgegangen. Im Bereich der Buchkäufer-/LeserInnen zwischen 10 und 15 Jahren ist der Rückgang mit 30% besonders hoch. Als eine der wichtigsten Ursachen für diese Entwicklung macht der Börsenverein des Buchhandels die rückläufige Lesekompetenz aus. Das passt zum Wert, der Bildung in Deutschland zugemessen wird: In der weltweiten Liste von Ländern nach Bildungsausgaben (Quelle: Wikipedia) liegt Deutschland beim Anteil von Bildung am Bruttosozialprodukt mit 4,5% irgendwo im Mittelfeld, und auch in der Liste nach Pro-Kopf-Ausgaben liegt das "Land der Dichter und Denker" nicht unter den ersten Zehn. Für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt (Liste der Weltbank) ist das eigentlich ein Armutszeugnis.
Im Weserbergland ist der negative Trend längst im Stadtbild erkennbar: In den vergangenen Jahren haben eine Vielzahl inhabergeführter Buchhandlungen geschlossen. In kleinen Städten wie Uslar, Stadtoldendorf oder Bodenwerder gibt es keinen Buchhandel mehr. In den etwas größeren Städten dominiert der Filialist Thalia – von einer vielfältigen Buchhandelslandschaft kann man nicht mehr sprechen.
An guten Büchern fehlt es nicht in Deutschland, offentlich aber immer mehr an Menschen, die diese Bücher lesen und verstehen können.





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